Sanierung Dickenbäche

Wattwil

Facts & Daten

Bauherr

Kanton St.Gallen, Tiefbauamt, CH-9000 St.Gallen

ProjektleitungSchällibaum AG - Ueli Schällibaum
BauleitungSchällibaum AG - Thomas Looser
Planung / Ausführung2004 - 2007
BaukostenCHF 4.0 Mio.
LeistungsumfangVorprojekt, Bauprojekt, Submission, Realisierung
DetailbereichWasserbau

Projektbeschrieb

Im Rahmen der Erarbeitung des Gesamtüberbauungskonzeptes des ehemaligen Fabrikareals Heberlein Textildruck AG, wurde festgestellt, dass die Meteorwasserleitungen mit eingedolten Bächen im Gebiet Heberlein und Färch bereits beim fünfjährigen Hochwasser überlastet waren. Rückstau in der Kanalisation und Überschwemmungen sind die natürlichen Folgen. Durch dieses Gebiet fliessen insgesamt fünf Bäche, welche alle offen gelegt werden sollen. Die beiden Projekte „Dicken-/Rietwisbach“ und „Färchbäche“ hängen stark zusammen und werden gemeinsam betrachtet. Ziel des Projektes besteht darin, die Hochwassersicherheit zu gewährleisten und die Gewässer ökologisch aufzuwerten. Durch die Begradigung der Thur (1907 bis 1910) wurden die fünf Bäche in der Bauzone eingedolt und in einem Ei-Profil zusammengeführt.
Der Oberrüti-, Dicken- und Rietwisbach führen bei Hochwasser sehr viel Geschiebe mit sich. Darum wurde auf der Parzelle 1640, oberhalb der Forststrasse, eine neue, grosszügige Geschiebesperre erstellt. Infolge der knappen Platzverhältnisse im Übergang zur Flachstrecke konnte kein genügend grosses Rückhaltebecken erstellt werden. Deshalb wurde der bestehende Rietwisbach bei km 0.190 in den Dickenbach übergeleitet. Damit konnte für alle drei Bäche ein gemeinsames Rückhaltebecken erstellt werden. Das restliche Einzugsgebiet des Rietwisbaches wurde in einem offenen Gerinne, hinter den Gebäuden 2208 und 2216, in den Dickenbach geleitet. Die bestehenden kleinen Einlaufbauwerke, sowie die örtlichen Geschieberechen wurden abgebrochen.