Bachoffenlegung Feldwaldbach

Lustmühle, Teufen

Facts & Daten

Bauherr

Kanton Appenzell Ausserrhoden, CH-9100 Herisau

ProjektleitungSchällibaum AG - Stefan Dietz
BauleitungSchällibaum AG - Roman Knöpfel (ehem. SAG)
Ausführung2017 - 2018
BaukostenCHF 6.3 Mio. (Wasserbau CHF 1.2 Mio.)
LeistungsumfangVorprojekt bis Ausführung
DetailbereichWasserbau

Projektbeschrieb

Mit der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen AG wurden die beiden getrennten Linien SGA (St.Gallen - Gais - Appenzell) und TB (St. Gallen - Trogen) mit einem umgebauten Durchgangsbahnhof
in St. Gallen verbunden. Das Projekt der Verlängerung Kreuzungsstelle Lustmühle ist als DML Durchmesserlinie Teilprojekt (TP 3.5) Bestandteil des Gesamtprojektes der Appenzeller Bahnen. Der Feldwaldbach verläuft zwischen dem „Sonnenrank“ und der Haltestelle Lustmühle entlang dem Trasse der AB. Er quert dieses, sowie die parallel verlaufende Kantonsstrasse in etwa der Mitte dieses Abschnittes. Mit dem Doppelspurausbau, zur Ermöglichung einer Kreuzungsstelle, musste der Feldwaldbach (ca. 120 m) verlegt werden. Mit den Bauarbeiten konnte zusätzlich auch ein grosser Teilabschnitt des Baches (ca. 110 m) offengelegt werden. Die Sohlensicherung erfolgte mittels eines Schwellensystems. Die Querung einer Zufahrt für Anwohner erfolgte mit
einem Wellstahldurchlass (2.4 x 3.7 m) von knapp 30 m Länge. Aufgrund der beengten Lage im Bereich der Bachöffnung wurden beidseits des Gerinnes Bruchsteinmauern erstellt. Die Sohle wurde mit einem Raubettgerinne gestaltet. Die Querung der Bahnlinie und der Kantonsstrasse (ca. 30 m) erfolgte mit Betonrohren DN 1400. Ein Einlaufbauwerk sorgt für günstige hydraulische Verhältnisse.

Der Bach weist aufgrund seiner Lage in den Voralpen und aufgrund der Einzugsgebietsgrösse hohe Abflussspitzen bei Gewitterregen auf. Bei Trockenwetter sind sehr kleine Niederwassermengen vorhanden. Die Bemessung erfolgte auf das hundertjährliche Hochwasser HQ100 = 6 bis 8 m³/s.

Die Arbeiten erfolgten in den Jahren 2017 - 2018. Die gesamten Bauarbeiten am Feldwaldbach erfolgten unter Betrieb der Bahnlinie. Die Querung des Trasses und der Kantonsstrasse sowie die Verlegung eines Wellstahldurchlasses wurden in einer Wochenendsperre ausgeführt.