Sanierung Thur

Wattwil

Facts & Daten

Bauherr Kanton St.Gallen, Amt für Wasser und Energie, CH-9001 St.Gallen 
Ingenieurgemeinschaft IG Flussbau (Flussbau AG, Schällibaum AG und weitere) 
Projektleitung Flussbau AG - Ueli Schälchli
Schällibaum AG - Ueli Schällibaum
 
Leistungen Ingenieurleistungen Wasserbau (Hochwasserschutz, Renaturierung)
Bau- und Auflageprojekt (abschnittsweise bis Realisierung)
 

Projektbeschrieb

Das Bauprojekt Thursanierung Wattwil wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden, der Gemeinde, Betroffenen und Interessierten zwischen 2015 und 2019 entwickelt und ausgearbeitet. Die Projektbearbeitung erfolgt in einer interdisziplinären Ingenieurgemeinschaft. Im Jahr 2019 wurde im Abschnitt Rickenhof der Uferschutz saniert und im 2021 werden zwei Musterstrecken realisiert.

In Wattwil fliesst die Thur in einem engen Kanal mit steilen Böschungen durch das Siedlungsgebiet. Der Bau erfolgte im Rahmen der Thurkorrektion von 1907 bis 1914. Die alten Flussverbauungen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Sie sind teilweise stark beschädigt und benötigen eine Sanierung. Zudem ist der Hochwasserschutz bezüglich der benötigten Abflusskapazität nicht ausreichend sichergestellt.

Im Rahmen der Thursanierung wird der Wert der Thur als Freizeit- und Erholungsort gestärkt werden. Die Zugänge zum Fluss sollen vereinfacht werden. Zudem gewinnt auch die Natur Lebensqualität mit der Sanierung. Der heutige Zustand ist monoton und strukturarm. Der daraus entstehende Lebensraum ist unzureichend. Mit der Sanierung können diese Mängel behoben und wertvolle Lebensräume geschaffen werden. Die Verbreiterung der Sohle, die Abflachung der Ufer, Uferschutz mit Buhnen, die Strukturierung mit Findlingen und Totholz sowie die naturnahe Bestockung führen zu einer starken Aufwertung der Thur.

Entlang der Thur besteht rechtsseitig ein Rad- und Fussweg und linksseitig ein Fuss- und Wanderweg. Die bestehenden Wege werden nach Möglichkeit verbreitert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst.

Die Projektstrecke reicht vom Rickenhof (km40.4) bis zur Floozbrücke (km35.4) und umfasst die Abschnitte Rickenbach, Zentrum und Schomatten. Innerhalb der 5km langen Strecke münden 14 Seitenbäche in die Thur und es bestehen 10 Brücken. Verschiedene Einmündungen von Seitenbächen werden mit dem Projekt neu gestaltet. Die Brücken werden teilweise neu erstellt oder erneuert.