Querspange Netstal

Netstal - Mollis

Facts & Daten

Bauherr Kanton Glarus, Departement Bau und Umwelt, Tiefbau, CH-8750 Glarus 
Projektleitung Schällibaum AG - Ueli Schällibaum, Stefan Dietz 
Projektierung Schällibaum AG - Stefan Dietz 
Bauleitung Schällibaum AG - Thomas Looser, Erwin Schlatter, Milena Radulovic 
Planung / Ausführung 2021 - 2023 
Baukosten ca. CHF 11 Mio. 
Leistungen Ingenieurleistungen Strassenbau, Brückenbau, Langsamverkehr
Geomatikleistungen Grundlagenvermessung
Ausschreibung bis Ausführung
 

Projektbeschrieb

Mit der «Querspange Netstal» sollen zukünftig der Dorfkern von Netstal vom Durchgangsverkehr entlastet und die Entwicklungsgebiete «Kleinzaun und Grosszaun» sowie der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Flugplatz Mollis erschlossen werden. Die neue Querspange Netstal wird als Verbindung der Nationalstrasse N17 Netstal – Näfels (Landstrasse) und der Kantonsstrasse Netstal – Mollis (Molliserstrasse) in das Kantonsstrassennetz aufgenommen. Sie schliesst im Westen mittels eines Kreisels an die Nationalstrasse N17 an, verläuft durch die Industriegebiete Grosszaun und Kleinzaun, quert die SBB-Linie Ziegelbrücke-Linthal mit einem Niveauübergang mit Schranken, der den bestehenden Bahnübergang Papierfabrik ersetzt, überbrückt die Linth und mündet südöstlich des Flughafen Mollis in die Molliserstrasse ein. Das Projekt beinhaltet flankierende Massnahmen für den MIV im bestehenden Verkehrsnetz und bringt eine Erweiterung und Verbesserung der Langsamverkehrsrouten.

Brücke Linth
Die Querspange überquert die Linth und den Oberwasserkanal des Kraftwerkes schiefwinklig mit ca. 30° zum Flusslauf. Die gut 70 m lange Brücke wurde als Balkenbrücke in Spannbeton über zwei Felder konzipiert. Der Damm zwischen Linth und Oberwasserkanal dient als Zwischenauflager für die Brückenkonstruktion. Die Hauptspannweite über die Linth beträgt 50 m und ist als Hohlkastenquerschnitt mit variabler Höhe ausgebildet. Die Spannweite über den Oberwasserkanal beträgt 20 m und ist als Vollplattenquerschnitt mit variabler Höhe verjüngend gegen das Widerlager West ausgeführt. Der Überbau ist beim Widerlager West und beim Pfeiler Damm monolithisch mit den Wandscheiben und der Fundation verbunden. Beim Widerlager Ost ist der Überbau in Längsrichtung verschieblich gelagert. Die Brückenbreite variiert zwischen 11.5 m und rund 20 m und bietet Platz für zwei Fahrspuren und einen Rad-/Gehweg. Die Fundation der Brücke erfolgt mittels Bohrpfählen in den Linthschotter. In der Widerlagerkonstruktion Ost ist eine kurze Unterführung, ausgebildet als Rahmen, für den Feldweg entlang der Flugpiste integriert.