Facts & Daten
| Bauherr | Kanton St. Gallen, Tiefbauamt | ||
| Projektleitung | Schällibaum AG - Roman Waller Schällibaum AG - Stv. André Pires | ||
| Planung | 2024 - 2025 | ||
| Leistungen | Ingenieurleistungen Machbarkeitsstudie Nachhaltige Mobilität, Bushaltestellen / BehiG, Strassenraumgestaltung | ||
Projektbeschrieb
Im Rahmen des 18. Strassenbauprogramms des Kantons St. Gallen soll die Bushaltestelle „Gommiswald Dorf” gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz barrierefrei umgestaltet werden. Die optisch dominierenden Verkehrsflächen für den motorisierten Verkehr wirken sich negativ auf die Aufenthaltsqualität und auf das Sicherheitsempfinden aller Verkehrsteilnehmenden im Dorfkern aus.
Ziel der Planung war, eine funktionale und ortsbaulich überzeugende Lösung zu entwickeln, welche die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft berücksichtigt und den Anforderungen nach Sicherheit, Verkehrsfluss, Parkierung und Aufenthaltsqualität gerecht werden kann.
In der Variantenstudie wurden die Art und die Situierung der Haltestellen untersucht. Fahrbahnhaltestellen beanspruchen einen geringeren Platzbedarf als Busbuchten. Dies führt dazu, dass die frei gewordene Fläche dem öffentlichen Raum zugewiesen werden kann. Werden diese Flächen attraktiv gestaltet und einer gewünschten Nutzung zugeführt, wird der öffentliche Raum aufgewertet und die Belebung gefördert. Mit dem Haltestellenangebot im Dorfzentrum werden kurze Wege zu den zentral gelegenen Einrichtungen wie Schule, Kirche, Einkauf und Verwaltung sichergestellt.
Auf dieser Basis wurden Varianten entwickelt und diese nach den Kriterien Sicherheit und Sicherheitsempfinden, Lage der Fussgängerstreifen, Anordnung der Haltekanten, Qualität der Infrastruktur, Parkplatzangebot, Begrünung und Freiräume bewertet und daraus die Bestvariante evaluiert. Diese überzeugt aufgrund der Funktionalität, Anordnung der Haltekanten, Sicherheit, begrünter Aufenthaltsbereiche, öffentlich nutzbarer Aussenräume und des weitgehend gleichbleibenden Parkplatzangebots. Insgesamt wird mit der Bestvariante eine ortsbauliche Aufwertung erreicht, der öffentliche Verkehr gestärkt und eine nachhaltige Entwicklung des Dorfkerns ermöglicht.
Diese Studie und die final ausgearbeitete Variante bilden die Grundlage für die weiteren Planungsschritte und insbesondere die Basis für die Erarbeitung des Vorprojektes.