Facts & Daten
| Bauherr | Gemeinde Gaiserwald, 9000 St. Gallen | ||
| Partnerbüro | Grundbauberatung AG, 9000 St. Gallen | ||
| Projektleitung | Schällibaum AG - Florian Meier | ||
| Sachbearbeitung | Schällibaum AG - David Schmucki | ||
| Bauleitung | Schällibaum AG - David Schmucki | ||
| Planung / Ausführung | 2025 - 2026 | ||
| Baukosten | CHF 0.4 Mio. | ||
| Leistungen | Ingenieurleistungen Wasserbau, Altlastensanierung, Tiefbau Bauprojekt bis Realisierung |
Ausgangslage
Im Projektperimeter befindet sich der Scheibenstand inklusive eines Kugelfangs und Scheibenhäuschens des stillgelegten Schiessstandes Giessenstein. Durch den Bereich des Kugelfangs fliesst der Staubhuserbach über einen spektakulären Wasserfall. Im Bereich des Kugelfangs wird belastetes Material in den Bach eingetragen. Durch den Geologen wurde ein Sanierungsbedarf ausgewiesen. Das belastete Material soll abgetragen und entsorgt werden. Unter dem Scheibenstand und dem Scheibenhäuschen verläuft der Bach eingedolt und wird mit dem Projekt offengelegt.
Aufgabenteilung
Die Schällibaum AG projektierte und leitete den gesamten Wasserbau sowie die Submission und Koordination des Projekts. Die Grundbauberatung AG war als Geologe für die Altlastensanierung und das Triagieren sowie Beproben des Materials zuständig.
Projektbeschrieb
Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden im Projektperimeter rund 3200 m² Waldfläche gerodet. In einem ersten Schritt wurde das belastete Material aus Kugelfang und Scheibenstand, aus dem Gewässer und den umliegenden Böschungen abgetragen. Nach dem Rückbau des Scheibenstandes wurde der offene Bachlauf erstellt. Die Ufersicherung erfolgte mit Blocksteinen und mit den von der Rodung vorhandenen Wurzelstöcken. Ein Bedürfnis des Forstbetriebs sowie der Grundeigentümer war, den bestehenden Bewirtschaftungsweg auch künftig über den Bach zu führen. Dazu wurde im Bach eine naturnahe Furt erstellt, welche die spätere forstwirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt. Während der Bauarbeiten waren eine kontinuierliche Wasserhaltung sowie ein abgestimmtes Hochwasserschutzkonzept sicherzustellen. Eine besondere Herausforderung bestand darin, den Bachlauf naturnah und ökologisch wertvoll zu gestalten und gleichzeitig eine ausreichende Hochwassersicherheit und Langlebigkeit zu gewährleisten.
Fakten
• Rodung und Wiederaufforstung von 3200 m² Wald
• Erstellung Installations-/Triageplatz ca. 900 m²
• Abbruch Scheibenstand inkl. Scheibenhäuschen
• Wasserhaltung für verschiedene Bauetappen
• Materialabtrag in teils äusserst steilem Gelände
• Naturnahe Bachoffenlegung mit Sohlen- sowie Ufersicherung durch Blocksteine und Wurzelstöcke, Strukturierung Gewässer
• Erstellung Furt
• Instandsetzung und Erstellung Bewirtschaftungsweg
• Begrünung und Rekultivierung